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  • Das 49. Studienjahr berichtet aus dem heiligen Land

AUS DEN DÖRFERN UND AUS STÄDTEN

Aus den Dörfern und aus Städten, von ganz nah und auch von fern, mal gespannt, mal eher skeptisch, manche zögernd, viele gern“ – reisten wir – die Studierende des 49. Studienjahrs nach Jerusalem. Wie wahrscheinlich die meisten wissen, ist das Theologische Studienjahr ein ökumenisches Studienjahr. Und so leben und lernen wir hier gemeinsam miteinander und voneinander – teilen uns Vorlesungsraum, Garten, Speisesaal und Erlebnisse. Davon möchten wir Euch hier gerne berichten.

  • 8 Tage in der Wüste

    Die Wüste überstanden. Ach was, so schlimm war es gar nicht. Es waren acht sehr spannende Tage, die wir mit euch teilen wollen, mit möglichst wenig Text und vielen Bildern, denn das hat die Tage auch irgendwie geprägt: wenig denken, viel schauen. Eigentlich erstaunlich, ich hatte erwartet, dass man viel Zeit zum Nachdenken hat, aber am Ende geht man eben wandern, und das bei rund 40 Grad. Wenn man sich also nicht gerade mit den Leuten um einen herum unterhält, war zumindest ich meistens damit beschäftigt, die Landschaft zu beobachten, mich daran zu erinnern, was zu trinken, oder zu mutmaßen, wie weit es noch bis zur nächsten Pause ist.

    Tag 1 – Timna

    Schon wieder Timna? Das dachten zumindest diejenigen von, die vor ein paar Wochen bei Aufzeichnung des ZDF-Fernsehgottesdienstes mitgewirkt haben, aber ja, bevor wir unsere große Wanderung begonnen, durften wir noch einmal etwas Bildung erfahren, eine archäologische Exkursion durch den Timna-Park. Dort kamen wir an Minen vorbei, Minenschächten aus verschiedenen Epochen, immer enger und baulich präziser. An großen Steinformationen, Wandzeichnungen und alten Tempeln; und nur weil wir an diesem Tag noch im Exkursionsmodus waren, heißt das natürlich nicht, dass wir nicht auch gewandert sind, zumindest ein bisschen.

    Dann ging es mit dem Bus nochmal eine Stunde nordwärts, zu unserem ersten Night-Camp. Diese Campingplätze sind offiziell ausgeschriebene Schlafplätze entlang des Israel-Wanderweges, der sich von der Nordgrenze bis in den Süden ans Rote Meer erstreckt. Man darf auch nur dort übernachten, damit man gefunden werden kann, falls mal etwas passieren sollte. Dort mussten wir uns erstmal für acht Tage von unserem klimatisierten Bus verabschieden.

    Dort haben wir Sharon und Ephy kennen gelernt, unseren deutsch-israelischen Guide, und unseren israelischen Koch und Fahrer (eigentlich die wichtigste Person der Woche). Zur Ankunft haben wir erstmal noch Rosch-ha-Schana gefeiert, denn eigentlich war an diesem Tag Neujahr, jüdisches Neujahr, weswegen es als Leckerei Apfelstücke getunkt in Honig gab, ein Symbol für ein süßes und gutes Neues Jahr. Jetzt wurde es endlich real: schlafen unter freiem Himmel, Komposttoiletten und einfaches Essen. Aber eigentlich war dieser Campingplatz schon Luxus, es gab Toiletten und sogar fließend Wasser mit Waschbecken, so gut ging es uns den Rest der Woche nicht mehr. Unser Essen war toll, es gab immer zwei Gänge, erst eine Suppe und dann einen Hauptgang mit Salat. Wie gesagt, Ephy ist einfach der Beste.

    Tag 2 – Das erste Stück

    Der zweite Tag begann um 5.15 damit, dass wir von tiefer Flöte – von Sharon gespielt – geweckt wurden. Stockduster war es da noch. Mit diesem Wecken begann der Wüsten-Alltag: Lager zusammenpacken, Frühstück, Lunchbox richten, Morgengebet und dann ging’s los, an diesem Tag ziemlich genau zum Sonnenaufgang um 6.30 Uhr.

    Es war ungefähr so, wie ich es mir vorgestellt habe: unendliche Weite und unendliches Nichts. Den ganzen Tag keine Stromleitungen, keine Straßen, nur Steine, Wadis (trockene Flussbetten), Hügel und Täler. So wurde die langweilige und doch im ersten Moment beeindruckende Weite auch schnell abgelöst vom ersten Wadi. Dann ging es Hügel hoch, Hügel runter, Wadi durchqueren, nächsten Hügel hoch, wieder runter, wieder ein Wadi, da mal ein Stück durchwandern. Pause an der Steilkante ins Jordantal (Natürlich ist so weit im Süden, wo wir das Tote Meer schon hinter uns gelassen haben, kein Jordan mehr, nur der Grabenbruch).

    Dann gingen wir noch einmal ins Tal hinab, und immer das Wadi entlang. Seht ihr im linken Bild den kleinen Baum rechts hinten? Der perfekte Pausenplatz. – Übrigens der einzige Baum an diesem Tag, der diese Bezeichnung verdient hat.

    Dieses Wadi sind wir nochmal eine Weile weiterwandert und dann lag der lang ersehnte Campingplatz. 16 Kilometer haben wir geschafft.

    Zugegebenermaßen waren schon alle ziemlich fertig. Das Einzige, was an diesem Tag noch passiert ist, war der Aufbau unseres Sonnensegels. Dann wurde bis zum Abendessen im Endeffekt nur rumgelungert. Die einen lasen, die nächsten schrieben Tagebuch, andere beteten Psalmen, die nächsten schliefen und der Rest spielte Karten. So ungefähr liefen unsere Nachmittage ab. Ankommen, nichts tun, Nachtlager richten, kochen helfen, Abendessen, Abendgebet und dann noch ein bisschen Lagerfeuer-Gitarren-Action, entweder mit oder ohne Lagerfeuer, meistens ohne. Für mehr war einfach keine Energie mehr da.

    Dieser Lagerplatz war schon sehr besonders, es war der Einzige, der ohne geländegängiges Fahrzeug absolut nicht erreichbar war, irgendwo oben in den Bergen, weit weg von allem, was Zivilisation ist (Wir hatten übrigens wieder Komposttoiletten und auch eine Wasserzapfsäule, zu Aller Freude). Entsprechend dieser Abgeschiedenheit war dann auch der Nachthimmel; weil ja am Tag davor erst jüdisches Neujahr war, sprich Neumond, war der Himmel nochmal beeindruckender.

    Tag 3 – Jetzt wird es steil

    Guten Morgen! Es war richtig entspannt, erst zum Sonnenaufgang geweckt zu werden. Wir hatten an diesem Tag nur zehn Kilometer zu bewältigen, also hat Sharon beschlossen, dass wir etwas länger schlafen dürfen.

    Das erste Stück sah dem Vortag noch sehr ähnlich, dann kamen wir an die nächste Kante. Diesmal mussten wir da auch runter, mitten in den Muschelkalk hinein, mit ganz viel Fossilien. Große beeindruckende Ammoniten, aber auch kleine Muscheln. Dieser erste Abschnitt war für mich und einige andere durchaus davon geprägt, dauerhaft beim Laufen auf den Boden zu starren, und dabei auch das ein oder andere besondere Fundstück zu entdecken (Die großen Ammoniten haben wir natürlich liegen lassen).

    Zwischendurch gabs dann Pause an der großen Kante zum Timnakrater (ja, nochmal Timna). Da wollten wir runter, noch an diesem Tag. Irgendwo links im Bild, ganz am linken Ende des Kraters liegt unser Night-Camp. Das bedeutete den ersten richtig steilen Abstieg.

    Als wir es ins Tal geschafft haben, entdeckten wir – oh Wunder – ein neues Wadi, aber diesmal sandig. Ungefähr am Horizont dieses Bildes liegt unser Lagerplatz. Mitten im Wadi. Das Schöne an dem Lagerplatz war, dass wir Schatten hatten! In diesem lagen auch erstmal alle rum. Ephy war mit dem Auto noch nicht da, also gab es noch keine Kekse mit Kaffee, und auch noch kein Zeug zum Nachlager richten, da musste man dann leider einfach im Schatten rumliegen.

    Man konnte aber auch einfach auf die andere Seite vom Wadi und zu alten Höhlen hoch und in alte Löcher reinklettern, und sich die Sanddüne hochkämpfen. Sonst wäre der Nachmittag ja langweilig.

    Dann kamen wir wieder zurück zum Tagesgeschäft: Lager richten, kochen, Abendessen, Abendgebet mit warmer Dusche (an Komplimenten) und Gesangsrunde.

    Tag 4 – Timnapark

    Jetzt langt‘s aber langsam mit Timna! Ne, noch nicht so richtig. Wer nochmal auf das Bild vom Timnakrater vom Vortag schaut, erinnert sich: Ganz links ist unser Lager, und gaaaanz gegenüber liegt unser nächstes Night-Camp.

    Mit ganz gegenüber meine ich dabei nicht die dunklen Gipfel in der Mitte, sondern die Fläche hinter der nächsten Kette. So weit ist das ja gar nicht, dazwischen liegt aber eben diese Kette mit einem Berg und einem Plateau. Und ja, genau da geht’s heute rauf.

    Ausgetrocknete Wasserfälle sind wir hochgeklettert, dann folgten wieder einfach nur steile Anstiege, und ja, genau da oben wollen wir drauf. Also das wollen vielleicht nicht alle, aber da führt der Wanderweg nun einmal lang.

    Also geht es weiter. Oben angekommen gab es erstmal Vesperpause, oder: Messe feiern. Es war nämlich der 29. September, also Fest der Erzengel, damit auch Namenstag von zwei Kursteilnehmern, und so eine Speed-Messe in 25 Minuten kann man auch in der Wüstenhitze schon mal machen. Andere essen lieber in aller Ruhe Mittag, mit Ausblick auf die andere Seite des Timna-Kraters.

    Immer vor Augen hatten wir das Ziel des Tages: Die Oase von Timna. Nicht, dass wir damit schon unsere Tagesetappe geschafft hätten, aber dort gab es einen Shop, und zwar mit Eis und sanitären Anlagen – 45 Minuten zum Duschen und Eis-Essen und nur ein bisschen verwirrt waren wir von dem Radio das da lief, nach fast vier Tagen ausschließlich Natur

    Der Rest des Weges war sehr eintönig, um nicht zu sagen, er war recht langweilig. Wir sind noch die restlichen Timnahügel hinab gestiegen, kamen an modernen Kupferminen vorbei und sind dann in ein sehr breites Wadi abgebogen und darin entlang gewandert, bis eines schönen Platzes eine große Akazie uns eine Pause von der Sonne gönnte. Nach noch einer guten weiteren Stunde tauchte am Horizont endlich die Felskante auftauchte, vor der Ephy mit dem Anhänger stand.

    Tag 5 – Wüstentag

    Der Wüstentag hat unsere Wanderetappen unterbrochen. Mitten im Nirgendwo hat jede und jeder einen Tag für sich verbracht. Nach dem Frühstück hatten wir eine etwas längere Morgenandacht und sind danach ins Schweigen gegangen. Dazu hat sich jeder ein ganz eigenes Plätzchen gesucht und dann hatte man acht Stunden Zeit, um zu sich und zu Gott zu kommen, Zeit zu beten, Bibel oder anderes zu lesen, zu schreiben, zu meditieren, die Wüste um einen herum zu beobachten, zu schlafen oder aufzupassen nicht von vorbeikommenden Quads überfahren zu werden. Oder von allem ein bisschen. An diesem Tag haben wir alle unsere ganz eigenen und meist sehr persönlichen Erfahrungen gemacht. Auch wenn der Tag bei vielen in irgendeiner Form bestimmt fruchtbar war, waren wir dann doch alle ein bisschen froh, nach dem Nachmittagsgebet das Schweigen zu brechen und erstmal gemeinsam bei Keksen und Kaffee die ganz profanen Erlebnisse auszutauschen: lärmende Quads, fehlender Schatten, Ameisen im Essen und Fliegen, die einen nicht in Ruhe lassen

    Tag 6 – Diese Farben

    Nachdem ich die Bilder von diesem Tag rausgesucht habe, ist mir erst aufgefallen, wie langweilig eigentlich die Landschaft der ersten Etappe war. Mittlerweile waren wir den sechsten Tag in der Wüste und haben unsere vierte Etappe angetreten.

    Es ging den Rest des langweiligen, langgezogenen Wadis entlang und dann einen kleinen Canyon mit zwei kurzen Kletterstellen hinauf, um dann an einer echten natürlichen Oase unter Palmen Pause zu machen. Allein dort konnten wir schon drei verschiedenfarbige Gesteinsarten bestaunen, aber der spannende Teil sollte erst nach dem Gipfel des Tages kommen, den mussten wir aber erst mal erreichen.

    Der Gipfel ist geschafft und am Horizont lacht uns schon das Rote Meer an, das Ziel, das wir in zwei Tagen erreichen werden (Es ist sehr diesig, aber wenn man genau hinschaut, kann man es erkennen).

    Und dann gings wieder abwärts, oh, wenn wir da schon wüssten, was uns erwartet; in den nächsten zwei Stunden kamen wir durch Muschelkalk, roten, weißen und bunten Sandstein, normalen dunklen und fast schon violetten Granit und sahen die tollsten Steinformationen.

    Langsam hat sich die Routine richtig eingeschleift: Ankommen, Schlafen, Karten spielen, Psalm-Beten, Kaffee und Kekse, Lager richten – Stopp, es ist Samstag, und der Gottesdienst morgen ist ökumenisch, also halten wir auch noch eine Vorabendmesse – Kochen, Abendgebet.

    Tag 7 – Die Wüste lebt – und: wieder Klettern

    Wüste, Wüste, Wüste, man meint, es müsste immer gleich aussehen. Ich hoffe, ich habe bereits bewiesen, dass dem nicht so ist. Aber dass Wüste nicht nur vielfältig ist, sondern auch voller Leben, haben wir besonders an diesem Tag erfahren, als wir an einer Quelle mit echtem, erreichbaren Wasser Mittagpause gemacht haben. Dass es tolle Pflanzen gibt, die sogar in der Wüste blühen, habe ich schon in den Tagen davor festgestellt, aber hier blühte wortwörtlich das Leben:

    An besagter Quelle gab es Steinschmätzer, Steinschwalben und einen Steinbock. Ja genau, einen Steinbock, für manche von uns (vielleicht auch nur für mich) das Highlight der Mittagspause. Der Arme wollte eigentlich nur was trinken. Und dann saßen da so blöde Menschen rum. Fünf mal ist er ein Stück runter gekommen, wieder hoch, wieder runter, wieder hoch, um sich dann schließlich auf halbe Höhe abzulegen und zu warten.

    Er muss sich richtig gefreut haben, als wir uns zum Aufbruch bereit gemacht haben, denn da kam er plötzlich doch runter und hat tatsächlich noch was getrunken

    Der Tag selbst begann mit einem Granitcanyon direkt hinter unserm Lagerplatz. Mit der Sonne im Rücken liefen wir durch diese Schluchten, dann ging es hinauf und hinauf, durch die Grenze, wo der Granit den Kalkstein weggeschoben hat, und noch weiter. Und wie immer, wo es hinauf geht, geht es auf der anderen Seite auch wieder runter.

    Die erste kleinere Vesperpause haben wir in einem Sandsteincanyon gemacht; oder auf einem Kletterspielplatz, je nach Perspektive. Während also die einen im kläglichen Schatten etwas aßen, tobten die anderen im deutlich ausgeprägteren Schatten auf den Felsen umher

    Von dort ging es erst wieder durch ein langgestrecktes Wadi und dann dieses etwas steiler hinauf. Und mit „etwas“ meine ich riesige Felsen im Flussbett, um die man erstmal drum herum kommen muss, Wasserfälle, die so steil sind, dass man Leitern und Haltegriffe braucht, und Auswaschungen unter solchen Wasserfällen, die als Pausenplätze taugen.

    Am Ende dieses Wadis lag unter einer bestimmt 25 Meter hohen Steilwand dann die Quelle. Eigentlich nur ein Rinnsal aus der Wand mit einem kleinen Becken, aber viel Schatten und genug Wasser, um den Haufen Tiere anzulocken, von denen ich bereits berichtet habe.

    Unser Night-Camp hatte gar keine Möglichkeit zu Schatten, weshalb wir an dieser Quelle nicht nur einfach Mittagspause gemacht haben, sondern tatsächlich mehrere Stunden Pause gemacht haben. Gut ausgeruht haben dann die meisten den kurzen, aber steilen Weg nach oben durch eine Felsspalte genommen.

    Das letzte Stück führte uns dann wieder aufwärts, vom letzten Kamm des Tages konnten wir auch bereits auf den Grenzzaun und eine Grenzanlage nach Ägypten schauen. Aber das würde erst am nächsten Tag relevant werden, auf der anderen Seite war erstmal, nur noch eine Viertelstunde entfernt unser Night-Camp mit wunderbarem Ausblick auf das Rote Meer.

    Und kaum zu glauben, es war bereits der letzte Abend. Noch ein Mal Lager richten, noch ein Mal kochen, noch ein Abendgebet (ausgeweitet zu einem ökumenischen Gottesdienst, der in der Mittagspause an der Quelle geplant worden war), und noch einmal Singsang mit Gitarren und Cajon. Dazu gab es Araq (wer nicht weiß, was das ist – Googlen und feststellen, dass unser Koch uns beim Einkaufen was Gutes getan hat!).

    Tag 8 – Endspurt

    Vielleicht war der Alkohol am Abend dann doch keine so gute Idee, wenn am nächsten Morgen um sechs Uhr Abmarsch war. Warum um sechs schon? Am letzten Tag uns nochmal richtig quälen? Ne, es war einfach eine lange und schwierige Etappe – und: Wir hatten ja das Rote Meer vor Augen und wollten alle am Nachmittag schwimmen gehen. Also je früher wir in Eilat ankommen, desto besser.

    Und wenn man eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang schon los läuft, kann man auch zum Sonnenaufgang schon die erste Pause machen. Und hier waren wir ganz nah an der Grenze dran. Links hinter dem Sonnenaufgang ist das jordanische Gebirge, wir stehen auf dem Israelischen und hinter der Schlucht beginnt schon Ägypten.

    Von über 600m über Normalnull müssen wir aber erstmal bis ans Meer kommen. Also einmal mehr Absteigen, und das nicht wenig, aber wir hatten gute Vorbilder unterwegs.

    Und wieder durch Granit, und durch ein Wadi, und das war nochmal eins von den richtig Schönen: Erst diese großen hellen Granitfelsen überall im Flussbett und dann der tolle Sandstein in allen Farben. Dann einmal kurz Pause und – wie wir müssen nochmal bergauf, wir wollen doch ans Meer?!

    Tja, aber direkte Wege sind in der Wüste leider Mangelware. Also aufwärts, ganz nah an der ägyptischen Grenze entlang und bis ganz oben auf den Gipfel im unteren Bild. Die werden sich in ihrem Wachturm wahrscheinlich ordentlich amüsiert haben, wie wir schnaufend diesen Berg rauf sind.

    Dann war das Ziel aber fast schon greifbar. Das Meer war zu sehen, nur noch der Abstieg über die helleren Hügel und dann noch diese eine dunkle Bergkette trennte uns vom Meer. Also immer schön abwärts, durch ein letztes Wadi einmal quer durch (mit einem Baum zum Pause machen) und den letzten Kamm rauf. Und dann standen wir da: ganz oben auf dem letzten Anstieg des Tages. Das Ziel ist vor Augen, ein letzter Abstieg es ist noch bis zum heiß ersehnten Korallenriff.

    Ein bisschen fertig, aber ziemlich glücklich, und schon auch stolz haben wir es dann geschafft, raus aus der Wüste, einmal über die Straße und ab an den Strand. Acht intensive Tage liegen hinter uns, und vier Stunden Korallenriff vor uns, bevor der Bus uns einsammeln wird.

    Und dann war es vorbei: acht Tage Wandern, Keuchen, Schwitzen, mit dem Einfachen auskommen und zum Schluss noch ein bisschen Baden, zur Abwechslung nicht in Sand und Steinen, sondern in echtem Wasser. Darauf kann man dann schon mal anstoßen:

    Nur leider haben wir uns ein klein wenig zu früh gefreut. Der letzte Anstieg des Tages war nämlich eine glatte Lüge gewesen. Am Jaffa-Tor hat man uns rausgeschmissen, mit Sack und Pack auf den Zion hoch mussten wir noch laufen. Denn Jom Kippur fing am kommenden Abend an, was für Jerusalem eine volle und laute Stadt, Straßensperren und viel Chaos bedeutete. Da wünscht man sich ja fast in die Wüste zurück. Naja, am Ende wünschten wir uns dann doch eher in den Speisesaal, zur versprochenen Lasagne (wenn wir jemand noch mehr lieben als Ephy, dann unsere eigene Küche) und in unsere Betten. Und was sind schon die paar Hundert Meter nach Hause, wenn man 80 km Wüste geschafft hat?

    Kathrin


  • Endlich mal Routine (?!)

    Wir kamen aus der Wüste wieder, hatten dann zwei Tage frei, drei zusammengestückelte Unitage, und schon wieder Wochenende. Dann freuten wir uns auf endlich mal eine ganz normale Woche: Jeden Vormittag Vorlesung, Dienstagabend Chorprobe, Donnerstagabend Gastvortrag, Freitagmittag Prüfung und Freitagabend Schola. Es könnte so einfach sein. Und dann müssen wir feststellen, dass es auch noch sowas wie Corona gibt.

    Montagabend kam die Ansage: „Leute, ich bin positiv!“ Und damit war das ganze Haus aus seinem normalen Rhythmus geschmissen: Essenslieferservice aufs Coronazimmer, Isolation von potentiellen Kontaktpersonen, Mittagessen draußen, Maske tragen, Hybridveranstaltungen. Hui, ganz schön was los. Aber wir kriegen das alles geschaukelt, auch eine Live-Schaltung der Liturgievorlesung aus der orthodoxen Kirche in der Altstadt oder sogar vom griechisch-orthodoxen Patriachat.

    Es blieb leider nicht bei einem Fall; aufs Wochenende hin kam ein positiver Test nach dem anderen. Jetzt sind es schon fünf. Zum Glück ist hier das Wetter noch so, dass man auch mal ein Covid-Käffchen auf ganz viel Abstand unterm Zitronenbaum veranstalten kann und sich isolierte, aber negative Leute draußen zum Mittagessen verabreden können.

    Schön ist es nicht, und es tut uns als Gruppe auch ganz bestimmt nicht gut, aber wir meistern die Situation! Und ich kann alle Lesenden beruhigen, die Betroffenen sind alle wohlauf, fühlen sich schnupfig bis mies, aber wir haben keine kritischen Fälle. Hofft mit uns, dass Corona das Haus bald wieder verlässt und der Alltag und die gewohnte Gemeinschaft zurückkehren kann.

    Kathrin


  • Begeisterte Schwestern und ein Olivenbaum

    Pater Matthias hat im Haus ein bisschen Werbung gemacht: Die Schwestern von Notre Dame haben in ihrem Altenheim auf der Rückseite des Ölbergs 50 Olivenbäume, die bereit sind zur Ernte, da freut man sich über jede helfende Hand. Also warum nicht, wer will schon zu der groß beworbenen Ernte im Garten Gethsemane, wenn man Schwestern helfen kann! Da gabs bestimmt kein viergängiges Mittagessen, aber dazu kommen wir später noch.

    Zu sechst sind wir also zur Olivenernte gefahren, und während diejenigen, die von Pater Matthias im Auto mitgenommen wurden, ganz spontan Schwester Rose, eine der kleinen Schwestern Jesu, die seit 55 Jahren in Israel lebt, kennenlernten, kamen die beiden zu Rad kurz vor der Messe an. Ganz spontan durften wir gleich mal den Gottesdienst spontan musikalisch mitgestalten, bevor es dann so richtig an die Arbeit ging. Wir haben den Volontärinnen des Hauses geholfen, die die nächsten drei Wochen damit beschäftigt sein werden, unter und in den Bäumen zu stehen und Oliven zu pflücken.

    Die Schwester, die uns eingewiesen hat, hat uns zu vier Bäumen gebracht und wir haben uns die meiste Zeit des Tages an einem davon aufgehalten, mit dem Ziel, den am Mittag komplett abgeerntet zu haben, und ich muss schon sagen, wir sind wirklich weit gekommen. Das lag aber nicht zuletzt auch an dem Gärtner, der ebenjenen Baum zurückgeschnitten hat, sodass wir viel Zeit sehr bequem unter der Krone im Schatten sitzend verbringen konnten, um die einzelnen heruntergefallenen Äste abzuernten.

    Um ein Uhr haben uns die Volontärinnen zum Mittagessen mit den Schwestern mitgenommen, und sie haben uns verraten, dass es normalerweise kein solches gemeinsames Essen gibt, sondern die Freiwilligen und die Schwestern je für sich essen. Es war wirklich nett, zusammenzusitzen, und irgendwie über die Sprachbarrieren hinweg ein sehr gemütliches und ausgelassenen Mittagessen zu verbringen. Zwischenzeitlich wurden am Tisch vier Sprachen zugleich gesprochen, Französisch ist die Hauptsprache der Schwestern von Notre Dame, dazu kam natürlich Englisch und eine der Schwestern sprach Spanisch, eine weitere konnte Deutsch sprechen. Irgendwie kommuniziert man sich auf jeden Fall immer zusammen.

    Vom Mittagessen waren wir mehr als nur begeistert, wir hatten gedacht, wir kommen zur Ernte und bekommen zwischendrin vielleicht etwas Kleines zu essen, doch dann gab es erstmal Suppe, danach Pita mit Hummus. Und als unsere Erwartungen damit völlig erfüllt waren, wurde plötzlich ein Wagen mit Hackbällchen und Beilagen reingerollt. Da staunten wir nicht schlecht, fühlten uns fast ein bisschen schlecht, so viel Zeit auf Essen zu verwenden, statt weiterzuarbeiten. Aber damit war ja noch nicht einmal genug, es folgte noch Wassermelone zum Nachtisch, und zu guter Letzt noch ein Kaffee. Bei so einem Mahl stimmten wir dann natürlich gerne auch ein Anfangs- und Schlussgebet an (die Schwestern waren so begeistert von unserem Gesang in der Messe, dass wir für die Tischgebete auch singen sollten).

    Dann ging es aber nochmal zurück in den Garten. „Unser“ Baum war schon ziemlich weit abgeerntet, und während die einen ganz oben in der Krone versuchten, auch den Rest an Oliven zu erwischen, widmeten sich die anderen zwei Weiteren der 50 übrigen Bäume. Am Ende des Mittags, als Pater Matthias uns wieder einsammelte, hatten wir stolze zwölf Eimer beisammen. Das ist eine ordentliche Menge, und doch nicht so viel, dafür, dass wir zu sechst den ganzen Tag geerntet haben. Wir waren trotzdem sehr stolz drauf und hatten einen tollen Tag hinter uns.

    Kathrin


  • Eine Stadt unter der Stadt

    In Woche fünf begaben wir uns auf die archäologischen Spuren, die sich in Jerusalem finden lassen. 
    Während wir in Deutschland vor den Skizzen und Theorien saßen, durften wir hier die praktische Seite der Archäologie kennenlernen. Unter dem Thema „in search of Ancient Jerusalem“ hörten wir einführende Vorlesungen von Dozierenden der Tel Aviv University zu den Ursprüngen Jerusalems in der Davidsstadt. Vor allem die ursprüngliche Topographie – das Dazwischenliegen zwischen zwei Tälern – und die strategisch eigentlich ungünstige Lage zu durchaus aufwühlenden Zeiten führten zu Verwunderungen. Hier konnten wir noch überirdisch Ausgrabungen entdecken, die in einem Nationalpark für Besucher zugänglich sind. 

    Dass wir uns auch heute noch in aufwühlenden Zeiten befinden, merkt man, sobald man mit der Archäologie in die Altstadt Jerusalems wandert. Je weiter man an den Tempelberg heranrückt, desto weniger sind Ausgrabungen möglich. 
    Was macht man also, wenn man nicht von oben graben kann? – Man gräbt von unten. 
    An der westlichen Seite der Klagemauer konnten wir dank unserer Dozentin zu den Ausgrabungen aus der römischen und byzantinischen Zeit gelangen. 

    Wer hat schon mal Tribute von Panem geguckt? Es ist ein bisschen wie in Distrikt 13 – unter der Stadt eine Stadt. 

    Hier entdeckten wir Überreste der steinernen Brücke, die einst die Stadt mit dem Tempelbezirk verband, bis sie bei der Zerstörung durch die Römer ca. 70 n. Chr. zerstört wurde. 

    Da wir noch nicht genug von geheimen Gängen und Tunneln hatten wanderten wir auch am nächsten Tag unterirdisch die „stepped street“ (der frühere Zugang der Pilger zur Stadt und vor allem zum Tempelberg) hinauf. Was früher eine prachtvolle Straße war, von der man seinem Ziel bereits von weitem entgegengehen kann, liegt heute unter der Erde. Nichts für Menschen mit Klaustrophobie! Denn die Gänge sind schmal und manchmal nur gebückt zu durchqueren. Am Ende des Tunnels sahen wir nicht nur Licht, sondern auch die Pracht der Western Wall, der Außenmauer des Tempelbezirks mit seiner prachtvollen Anlage. Ca. 35 Meter über uns befindet sich das Ende der Mauer und das Plateau, auf dem heute der Felsendom und die Al-Aksa Moschee stehen. 

    Und wer bisher immer noch nicht genug von unterirdischen Tunneln hatte, durchquerte den Hiskija-Tunnel, der lange für die Wasserversorgung der Stadt genutzt wurde. Auch heute noch wandert man die Tunnelstrecke in etwa knietiefem Wasser – Ein absolutes Highlight! 

    -Carolin


  • Transeamus Usque Bethlehem…


    Zwischen Herbergssuche, Sperranlagen, arabischen Märkten, und Geburtskirchenkitsch.

    (Graffiti von zwei Engeln an der Sperranlage der Westbank)

    „Lasst uns hinüber nach Bethlehem gehen!“. Anders als die Hirten, denen dieses Lied in den Mund gelegt wurde, konnten wir Studis dankenswerterweise mit dem Bus von Jerusalem nach Bethlehem fahren. Doch nur bis zum Checkpoint 300. Dort hieß es „Aussteigen!“, denn in das Westjordanland fahren keine Busse. Stattdessen muss man zu Fuß durch eine Sicherheitsanlage hinüber in das Gebiet, das von der Palästinensischen Autonomiebehörde verwaltet wird.

    Wenn man aus dem Checkpoint herauskommt, muss man sich erst mal der unendlich vielen Taxifahrer erwehren, die einem ihre Dienste anbieten wollen. Wohin man möchte? Das ist ja klar, zur Geburtskirche, die den Ort markiert, an dem Jesus vor knapp 2000 Jahren das Licht der Welt erblickt haben soll.

    Wer sich für den Fußweg entscheidet, kann ein Stück lang an der Sperranlage entlanggehen. Gerade dieser Abschnitt entlang der etwa 9 Meter hohen Mauer hat internationale Aufmerksamkeit erlangt, denn hier kann man ein Zimmer im Hotel mit der berühmten „schlechtesten Aussicht der Welt“ buchen. Das „Walled Off Hotel“ ist ein als Gastbetrieb voll funktionsfähiges Kunstwerk, an dem auch der Graffitikünstler Banksy mitgewirkt hat, um auf die Situation der PalästinenserInnen im Westjordanland aufmerksam zu machen. Doch nicht nur Banksy hat die hohen Betonwände als Leinwand genutzt, viele andere KünstlerInnen und AktivistInnen sprühen, malen, und kritzeln ihre Botschaften auf den grauen Untergrund.

    (Weltberühmte Friedenstaube des Graffiti-Künstlers Banksy)

    Nun ist es Zeit, diesen Teil des Weges hinter sich zu lassen. Wir gehen auf das Zentrum zu, bis wir schließlich auf die „Star Street“, benannt nach dem Stern, dem die drei Weisen folgten, einbiegen, um in die Altstadt zu kommen. Hier wird die Atmosphäre schon deutlich freundlicher. Die ersten Läden haben bereits ihre Türen geöffnet, man riecht arabischen Kaffee und die Marktschreier machen die ersten Aufwärmübungen.

    Und endlich haben wir das Ziel unserer kleinen Pilgerfahrt erreicht: Die Geburtskirche. Ein Ort, der, wenn man Origenes Glauben schenkt, schon seit dem 3. Jahrhundert von PilgerInnen aufgesucht wird und als Jesu Geburtsstätte verehrt wird.

    Dass diese Stätte eine lange Geschichte durchgemacht hat, merkt man schon an der Architektur. Unterschiedliche Torbögen und Stützpfeiler bezeugen die Zeit Konstantins, Justinians, der Kreuzfahrer, der Mamluken und der geteilten Obhut der großen christlichen Konfessionen, die bis heute Status Quo ist.

    (Der Turm der Geburtskirche)

    Durch das „Tor der Demut“ bücken wir uns und betreten den riesigen Vorraum der Geburtskirche. Schon schlägt einem der Geruch von Weihrauch und die gedämpften Stimmen der PilgerInnen entgegen. Eine weitere Tür und wir sind im Hauptschiff der Kirche angelangt. Der Blick wird erst nach vorne gezogen, zu einem silber-goldenen Gewirr von Öllampen, Weihnachtskugeln, Kronleuchtern, ausladender Dekorationen, und liturgischem Gerät.

    (Der Altarraum der Geburtskirche)

    Mit einer mitteleuropäischen (katholischen) Kirche hat dieser Ort so gut wie nichts gemein. Statt ausladenden barocken Bauten oder hochstrebenden Gotikkirchen findet man hier unterschiedliche Epochen, wild miteinander verwoben: Überreste von goldenen Mosaiken, die die großen Konzilien bezeugen, Heiligendarstellungen aus dem 11. und 12. Jahrhundert, arabische Inschriften aus der osmanischen Zeit, Ikonen und Kunstwerke aus dem 20. und 21. Jahrhundert.

    Trotz dieser scheinbaren Unordnung hat hier alles seinen Platz. Man nehme die Öllampen zum Beispiel. So dürfen die Griechisch-Orthodoxen sechs davon aufhängen, ebenso wie die Armenier, doch die Lateiner haben nur Anrecht auf zwei Leuchter. Ihnen gebührt dafür der Platz am Dreikönigsaltar und der Stern unter dem Geburtsaltar. Dafür, wiederum, gehört den Griechen der Hauptaltar und die rechten Seitenaltäre, die linken gehören aber den Armeniern. In ähnlicher Weise ist auch geregelt, wann wer wo und wie lange Messe feiern darf.

    Diese Regelungen gehen zurück auf das Jahr 1757, wo die Hohe Pforte der osmanischen Regierung eingreifen musste, um Auseinandersetzungen zwischen den christlichen Konfessionen um diese Kirche zu befrieden. Und seitdem hat auch niemand an diesem Status Quo gerüttelt.

    Mit all diesen Informationen ist nun auch endlich die Wartezeit überbrückt. Endlich können wir den schmalen Gang zur Geburtsgrotte hinuntersteigen. Rechts markiert ein silberner Stern die Stelle, an der Jesus zur Welt gekommen sein soll. Links kann man noch ein paar Stufen hinabsteigen und an dem Ort stehen, an dem die Krippe ihren Platz gehabt haben soll. Ein andächtige Atmosphäre beherrscht diese wohl am schlechtesten belüftete Kirche der Welt: Leises, ergriffenes Murmeln, der Duft von Weihrauch, der aus dem Hauptschiff nach unten steigt, betende Menschen und gesenkte Häupter.

    Doch die PilgerInnen haben nur Zeit für eine Verbeugung, ein hastiges Berühren des silbernen Sternes und das kürzeste aller Stoßgebete – denn hinter einem warten wohl etwa hundert andere Menschen, die ebenfalls einen Blick auf diesen besonderen Ort erhaschen wollen. Und sollte man sich doch zu viel Zeit lassen, ermahnt ein Security, sich zu beeilen, ganz nach dem Motto: „Kiss and go, kiss and go!“.

    (Der Ort von Jesu Geburt, markiert durch einen silbernen Stern)

    Dieser Beitrag wurde von Maria Brader geschrieben. Wenn ihr mehr von ihr lesen wollt, besucht sie gerne unter: https://bradermaria.wixsite.com/my-site-2.


„It is a special concern for us to keep the memory alive…“ – Gemeinsames Gedenken am Volkstrauertag

Der Volkstrauertag ist ein Gedenktag besonders für diejenigen, die in den ersten beiden Weltkriegen gefallen sind, aber auch darüber hinaus gedenken wir aller Opfer von Gewaltverbrechen, die auch heute noch unsere Welt prägen. Dieser Tag wird nicht nur in Deutschland begangen, sondern auch hier im Heiligen Land, indem er vom deutschen Militärattachéstab ausgerichtet wird. Dieser […]

8 Tage in der Wüste

Die Wüste überstanden. Ach was, so schlimm war es gar nicht. Es waren acht sehr spannende Tage, die wir mit euch teilen wollen, mit möglichst wenig Text und vielen Bildern, denn das hat die Tage auch irgendwie geprägt: wenig denken, viel schauen. Eigentlich erstaunlich, ich hatte erwartet, dass man viel Zeit zum Nachdenken hat, aber […]

Endlich mal Routine (?!)

Wir kamen aus der Wüste wieder, hatten dann zwei Tage frei, drei zusammengestückelte Unitage, und schon wieder Wochenende. Dann freuten wir uns auf endlich mal eine ganz normale Woche: Jeden Vormittag Vorlesung, Dienstagabend Chorprobe, Donnerstagabend Gastvortrag, Freitagmittag Prüfung und Freitagabend Schola. Es könnte so einfach sein. Und dann müssen wir feststellen, dass es auch noch […]

Das Theologische Studienjahr in Jerusalem

Das Theologische Studienjahr ermöglicht jedes Jahr ca. 20 deutschsprachigen Theologiestudierenden, zwei Semester in Jerusalem zu studieren. Sie bilden in dieser Zeit eine Lebens- und Lerngemeinschaft im Studienhaus „Beit Josef“ am Rande der Jerusalemer Altstadt. Neben dem Vorlesungs- und Seminarbetrieb gehören zahlreiche Exkursionen, Studientage und Gastvorträge zum Grundbestand des Studienjahres.